Feuerwehrleute aus Irkutsk zum Fachaustausch in Pforzheim

Erster Bürgermeister Dirk Büscher (Mitte) und Feuerwehrkommandanten Sebastian Fischer begrüßten Feuerwehrleute aus Irkutsk im Foyer des Neuen Rathauses. Foto Stadt Pforzheim

PFORZHEIM, 05.10.2017 (pm) – Die Gäste aus der russischen Partnerstadt informieren sich während ihres Besuchs in Pforzheim vom 3. bis 12. Oktober über die Feuerwehrarbeit in Deutschland. Auch ein zukünftiger Jugendaustausch soll ausgelotet werden. „Ich freue mich sehr, dass Ihr Besuch die Lebendigkeit und die vielfältigen Austauschbeziehungen mit unserer Partnerstadt Irkutsk wieder unter Beweis stellt, und danke dem Feuerwehrkommandanten Sebastian Fischer, Ralf Kreutel und Waldemar Meser für die ausgezeichnete Vorbereitung des spannenden Programms“, so der Erste Bürgermeister.

Neben Informationen zu Struktur und Organisation der Feuerwehr und Rettungsdienste in Pforzheim, werden die Freiwilligen Feuerwehrleute aus Irkutsk auch Pforzheimer Firmen und Werksfeuerwehren, Feuerwehren in Karlsruhe und Stuttgart sowie die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal besuchen. Unterstützt wird der Fachaustausch mit Zuschüssen der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch.

 

Hintergrund
Für den Pforzheimer Feuerwehrkommandanten Sebastian Fischer war es keine Frage, dem Wunsch der russischen Partnerstadt Irkutsk nach einem Fachaustausch zu entsprechen. Und so halten sich von 3. bis 12. Oktober  sechs Feuerwehrleute zu einem Besuch in Pforzheim auf. Sie möchten die Struktur, Aufgaben und Organisation der Feuerwehr in Deutschland kennen lernen. Besonders interessiert sie die Rolle, Geschichte und Einbindung der Jugendfeuerwehren und der Freiwilligen Feuerwehr. In Russland besteht der Wunsch die Rolle der Freiwilligen Feuerwehren auszubauen und die Jugendarbeit zu stärken. Im Sommer hat die Region Irkutsk oft mit schweren Wald- und Moorbränden zu kämpfen. Bereits 2013 war eine elfköpfige Gruppe der Jugendfeuerwehr Pforzheim zu einem Erstbesuch in Irkutsk. Damals hatte die Pforzheimer Delegation festgestellt, dass der unterschiedliche Aufbau und die andere Organisation den Aufbau einer Partnerschaft der Jugendfeuerwehren sehr schwierig gestaltet. „In Russland gibt es keine Jugendarbeit in unserem Sinne, dort wird mehr auf Wettkämpfe und die Brandbekämpfung trainiert. Doch wir möchten den Austausch gerne fortsetzen. Wir waren so überwältigt von dem Programm, das uns die russischen Gastgeber geboten haben, dass wir uns gerne revanchieren möchten“, so Ralf Kreutel, der Abteilungskommandant der Freiwilligen Feuerwehr Würm. Für den Besuch der Feuerwehrleute hat er extra zwei Wochen Urlaub genommen. Mit dabei ist auch Waldemar Meser, früher selbst Berufsfeuermann in Irkutsk und später in Pforzheim. Nicht nur beim Fachprogramm, auch bei der Suche nach Gastfamilien engagierte er sich, und hat selbst zwei der Freiwilligen Feuerwehrleute aus Irkutsk bei sich zuhause aufgenommen.